Carola Dertnig geht es in ihren Arbeiten (Installationen, Videos und Performances) um künstlerische Prozesse – bezogen auf Geschichtsschreibung, Genres oder Perspektiven. Sie entwickelt Strukturen für fehlende Geschichten und erfindet Personen oder ganze Settings, die in Vergangenes eingreifen.

Für die Ausstellung spielen Ausgrabungen eine Rolle, die 2016/17 im Zuge der Errichtung der Landesgalerie durchgeführt wurden. Mittelalterliche sowie römische Fundstücke und Generationenwechsel durchdringen einander, um Überlegungen anzustellen: Was bedeutet das Einsickern von Vergangenheit in die Gegenwart – ist das schon Impuls genug, um die Gegenwart als Ausformung von Vergangenheit begreifen zu können? Wie deutlich ereignen sich Geschichtsverschiebungen? Welche Folgen haben Konstruktionen für Lebens- und Gestaltungsräume, wie verändern sie Wege und Routen, wie das Verhältnis von Stadt und Land? Über ein Hin- und Herspringen zwischen Generationen und Orten, Erinnerungen und Erfahrungen werden solche Geschichten von Dertnig in Beziehungen gesetzt und mannigfaltig sichtbar.

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